Coco hat heute keine gute Laune. Sie arbeitet heute den ersten Arbeitstag im neuen Jahr und hat schlecht geträumt und wenig Motivation. Das ist nicht gut! Sie schreibt mir, dass das Leben doch gar keinen Sinn ergibt und am Ende sterben wir doch eh!

Sie isst jetzt erst mal einen Keks. Zucker ist gut für die Seele. Schokolade ist noch besser (in meinem Fall geschmolzener Käse!!).

Jetzt flimmern schon wieder fröhlichere Worte über das Handydisplay. Coco schreibt „MEGA“ zum Thema Kekse. Ich freue mich.

Man sollte nie denken, dass das Leben sinnlos ist. Vielleicht hat unser Leben kein erkennbar höheres Ziel. Wir können schließlich nicht alle Jesus, Gandhi oder Mutter Teresa sein oder den Computer erfinden oder die Kernspaltung und nicht alle von uns fliegen ins All. Ich weiß aber beispielsweise über mich selbst, dass ich andere Menschen glücklich machen kann bzw. zum Lächeln bringen und aus negativen Gedanken reißen. Ich kann anderen Menschen helfen. Auch im Job sind meine Aufgaben dazu da Dinge besser zu machen: bessere Prozesse, bessere Kommunikation, bessere Systeme. Das ist vielleicht nicht Weltbewegend. Aber muss es das? Ein Eichhörnchen lebt doch auch gut ohne höheres Ziel (Reproduktion ist übrigens heute nicht mein Thema).

Also, wir sterben am Ende des Lebens und wir wissen nicht wann genau dieser Zeitpunkt sein wird. Was schlussfolgern wir daraus mit logischem Denken? Wir sollten es krachen lassen so gut es geht aber darauf achten, dass Körper und Seele dabei gesund bleiben. Es könnte ja sein, dass wir über 90 Jahre alt werden und dann sollte alles so gut funktionieren wie nur möglich. Aber es kann auch sein, dass uns im Laufe des Tages ein Bus überfährt, daher sollten wir versuchen das Leben stets zu genießen. Wir sollten aufhören unerreichbaren Zielen entgegen zueifern. Sowas wir Rente, das Ende des Stress, Reichtum, Ruhm, Perfektion,  uvm. Wir sollten das tun, was uns Glücklich macht und gegebenenfalls andere (ist nämlich oft das Gleiche) und erkennen, dass wir darin wirklich gut sind.

Heute denke ich der Sinn des Lebens ist glücklich zu sein. Seine Tage so zu gestalten, dass man maximal glücklich ist bei minimalem Schaden für den Körper und für andere Menschen. Jedenfalls ist Glück das, was du jeden Tag daraus machst. Wenn dich etwas total nervt (Job, Beziehung, eigene Lethargie, etc.), dann ändere es. Aber übernimm dich dabei nicht, mache kleine Schritte und freue dich über jeden Erfolg, denn es geht in die richtige Richtung. In Richtung Glück!

Eine kleine Wahrheit noch dazu:

Ich suche noch nach dem Mut und der zündenden Idee mich mit etwas kreativem Selbständig zu machen. Und das als Mensch, der bedingt kreativ ist und dessen Interessen sich ständig ändern. Außerdem bin ich wirklich gut dabei Dinge zu strukturieren und innerhalb gesetzter Leitplanken tolle Ergebnisse zu erzielen. Das Leben ist halt nicht ganz so einfach. Es ist mehr als schlafen, essen, reproduzieren!