Ich hatte ja bereits im Artikel „Gute Vorsätze oder vorsätzlich Gutes?“angekündigt, dass ich die ersten zwei Monate des Jahres Gutes für mich tun will. An meinem Erfolg und an meinem Scheitern lasse ich dich gerne teilhaben.

01.01.2017

Der erste Tag im Jahr! Ohne dicken Kopf aufgewacht. Erster Gedanke: „Hunger! Bärenhunger!“ Und da waren wir auch schon bei Schwierigkeit numero uno: Nur Toast im Haus und Weizen soll runter von der Speisekarte. Und so stand ich um 20 nach 12 in Schlafanzug und Puschen in der Küchen und habe Gemüse, Tofu und Kichererbsen in einer Panne bewundert. Am Nachmittag gab´s dann ein kleines Kaffeekränzen bei dem ich zwar koffeinfreien Kaffee getrunken habe, auf einen Keks wollte ich aber nicht verzichten. Dinkelkekse mit Rohrzucker waren dann das kleinste Übel. Am Abend hab ich dann nochmal den Löffel geschwungen, Asia-Gemüse-Pfanne mit Buchweizennudeln und ein paar Paranüsse auf dem Sofa. Somit war der erste Tag in meinen Augen ein Erfolg.

Geplant hatte ich umfangreiche sportliche Betätigungen ab dem 31.12.2016. Aber das war schon der Rückschlag vor dem Start: Ich habe mir zum Ende des Jahres einen Crosstrainer gekauft. Einen neuen, da der alte Crosstrainer nach fünf Jahren die Grätsche gemacht hatte. Das Gerät wurde auch pünktlich am 30.12. am Vormittag geliefert. Der Expressversand galt aber nur bis zur Haustüre, was mir im Fachgeschäft leider keiner verraten hatte. Meine Freundin lag mit Fieber auf dem Sofa und war glücklicherweise im Stande das Paket entgegen zunehmen und den Lieferanten dazu zu bringen es in den Hausflur zu stellen. Ein Kollege und ich eilten dann herbei um den Karton in die Wohnung zu bringen. Wohlgemerkt erster Stock! Das Paket war gelabelt mit 75 Kilo. Wir haben es versucht! Am Stück war es nicht möglich das Fitnessgerät auch nur drei Stufen zu tragen. Darauf folgte der Versucht in Einzelteilen. Die Kleinteile waren rasch in der Wohnung, dann fehlte nur noch das Hauptstück. Dieses wiegt nach meiner Schätzung bestimmt auch 65 Kilo. Half ja alles nichts – anpacken! Daher war auch frühestens am Montag an sportliche Betätigung zu denken, denn diese Schmerzen in den Armen und im Rücken hielten mich eindeutig von jeglicher sportlichen Aktivität fern. Insgesamt bin ich froh, dass außer den Schmerzen nichts Schlimmeres passiert ist.

Tagesberichte über mein Gutes sind wahrlich zu langweilig. Daher eine kleine Zusammenfassung der Highlights.

Kulinarisches (ohne Tier, Zucker, Weizen, Koffein – so gut es halt geht!)

  • Kichererbsen mit selbstgemachter Salsasoße
  • Gemüsesticks mit Zitronen-Koriander-Hummus
  • asiatisches Gemüse mit Buchweizennudeln
  • Tofubolognese mit Dinkelvollkornnudeln
  • Dinkelvollkornbrot mit Meerrettichaufstrich, Paprika-Zucchini-Aufstrich und vegetarischem Bauernschmaus
  • Maronen-Rotkraut mir Salzkartoffeln
  • asiatische rote Linsensuppe
  • Gemüseeintopf mit Bohnen
  • Roggenknäckebrot
  • Ofengemüse mit Couscous (ging nicht ohne Couscous)
  • verschiedene RooBar Riegel
  • Kale Chips

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich abwechlungsreiche Dinge hinbekommen habe und Neues entdeckt habe. Die Kale Chips, die Coco mir empfohlen hatte waren leckerer als gedacht. Denn als Grünkohlchips klingt das ersteinmal scheußlich. Schmeckt aber leicht nach Kürbiskernen und ist amüsant fluffig im Mund. Und die exotischen Riegel von RooBar sind wirklich gut. Ich hatte einen mit Ingwer und einen mit Chili und Lakritze. Haben mir beide gefallen.

Neues von der Sportfront

Ich habe es fünf mal auf den Crosstrainer geschafft und dabei 37,5 km hinter mich gebracht. Das sollten ungefähr 2700 Kalorien sein und das bei einer Investition von knapp vier Stunden! Das war zwar ne Plackerei aber ich fühle mich wirklich schon wieder fitter und der Gürtel lässt sich geschmeidiger schließen.

Ausblick

Nach der erfolgreichen letzten Woche (ok, Couscous, alkoholfreies Bier, Kekse, Whisky – man kann ja nicht immer alles auf einmal…) fühle ich mich schon fitter und gesünder als im Dezember. Und ich schlafe viel besser! Daher starte ich heute höchst motiviert in die Woche zwei!

Und was tust du dir Gutes?