Das Ende – wie das klingt. Nicht schön!

Da ich aktuell die dritte Woche krank bin und bereits alle Vorhaben unterbrochen habe, habe ich in der Krankheitswoche Nr. drei auch wieder begonnen tierische Produkte zu essen. Aber, Ende klingt schlimmer als es ist, denn ich esse wirklich sehr wenige tierische Produkte und ich vergesse ja nicht plötzlich alles Gute. Gestern gab es beispielsweise vegane Zucchini-Lasagne, das war vielleicht lecker!

Erkenntnisse und Empfehlungen

Trotzdem möchte ich gerne meine Erfahrungen der letzten Wochen zusammenfassen und teilen.

  • Vegan tut gut und die Vorgaben der Vegan for Fit/Youth-Challenges auch! Der Verzicht auf Milchprodukte tut mir sehr gut, da ich diese leider nicht vertrage. Von Sancho gibt es einen Aufstrich, der sehr nah an Streichkäse ran kommt. Ansonsten vermisse ich Käse, wenn ich längere Phasen vegan unterwegs bin.
  • Fleisch schmeckt mir wunderbar, aber das mein Bedürfnis Fleisch zu essen sinkt. Sojaschnetzel und Tofu kann ich sehr gut in meinen Küchenalltag integrieren, ich kann diese Lebensmittel gut lagern. Das bedeutet ich habe Sojaschnetzel und Tofu immer im Haus und kann spontan etwas daraus kochen, das klappt mit echtem Fleisch nicht. Außerdem kann ich die veganen Varianten immer mit Genuss essen, da es dort keine Knorpel gibt und der Klassiker: kein Tier dafür leiden musste.
  • Literweise grüner Tee sind wunderbar!
  • Für den Muskelaufbau ist vegane Ernährung schwieriger, da eiweißreiche Lebensmittel meistens viele Kalorien enthalten (Hülsenfrüchte, Tofu, Pflanzenmilchprodukte). Ich habe ein paar mal vegane Eiweißshakes getestet. Geschmacklich fand ich diese ok und der Eiweißspiegel war gepushed, aber gut vertragen habe ich sie leider nicht.
  • Der Verzicht auf Alkohol ist super. In meinem Fall war es zwar nur eine Minimierung, aber man spürt sofort welche Auswirkungen der Alkohol hat. Bei mir z.B. die Lust auf mehr: mehr trinken und mehr essen. Also nicht förderlich auf dem Weg zum Wohlbefinden und zur Sommerfigur.
  • Das Weglassen von Weizenprodukten, zumindest größtenteils, bekommt mir gut. Ich hatte nach dem Wochenendfrühstück stets ein unangenehmes Völlegefühl, dass den ganzen Tag anhielt. Seitdem es bei uns nur noch Dinkelvollkornbrot gibt ist dieses Phänomen nicht mehr aufgetreten.
  • Drei mal in der Woche Sport treiben macht glücklich! Und steigert die Motivation generell aktiver zu sein.
  • Ich habe viele leckere neue Gerichte probiert: Linsen-Kokos-Suppe, Blätterteigtaschen mit mediterranem Gemüse, veganer Pudding, Zucchini-Lasagne, Orangensalat, Peggie-Stäbchen, feurig marinierten Tofu, Pizza, etc. und somit meine Koch-Skills weiter ausgebaut! Und viele Rezepte auf dem Radar, die es die nächsten Wochen geben wird.
  • Die vorgenommenen zwei Monate sind immer ein Startschuss für mich mein aktuelles Leben in Hinsicht auf Sport und Ernährung zu überdenken. Das hält dann auch meistens bis zum Sommer an und jedes Mal werden ein paar tierische Produkte mehr aus meinem Alltag radiert. Ich tauge nicht recht zum Vollzeitveganer, aber ich fühle mich mit dem „Weniger ist mehr“ sehr gut.
  • Ich nutze seit Jahren die App „Calory Guard Pro“ und bin für das Tracken der Kalorien sehr zufrieden damit. Dort trage ich meine gegessenen Lebensmittel ein und gleiche diese mit meinem Soll an Kalorien pro Tag ab. Außerdem kann man verbrannte Sportkalorien eintragen und bekommt damit einen guten Überblick, was man so futtert. Ich bin auch hier nicht immer konsequent, da ich über längere Zeiträume meine Lebensmittel erfasse und eine Dauerhafte Ernährung auf dem Kalorienminimum zu JoJo-Effekt und so…Es ist aber eine gute Übersicht darüber welche Lebensmittel wieviele Kalorien haben und ob am Abend noch ein Keks sein darf, ob es Brot oder Gemüse gibt und es hält mir vor Augen, wieviel Kalorien so ein leckeres Bier hat!
  • Um herauszufinden wie hoch der Kalorienverbrauch am Tag ist und ab welchem Kalorienverbrauch man abnimmt hilft der Kalorienrechner von Mic, den findest zu hier: Kalorienrechner
  • Ich trage meine Aktivitäten bei Runtastic ein bzw. zeichne wandern und spazieren auf um somit meinen Kalorienverbrauch abzuleiten. Und ich kann über die Pro-Funktion meine Statistiken auswerten und kann so mein Jahresziel verfolgen an dem ich fleißig arbeite.
  • Die Handys haben heute alle Schrittzähler, diese können auch auf dem Handy hübsch visualisiert werden, das motiviert und spart das Geld für einen Fitnesstracker.
  • Trotz Krankheit habe ich folgende sportliche Messwerte vorzuweisen: 22 mal aktiv gewesen auf dem Crosstrainer oder beim Spazierengehen und dabei 161 km zurückgelegt, 20 Stunden und 37 Minuten Sport gemacht (also Zeit für mich genommen und nicht für die Arbeit oder sonstige Pflichten) und dabei 13.383 Kalorien verbraucht. Ich finde das kling spitze!

Ausblick

Ich werde weiterhin viele vegane Speisen essen und weniger tierische Produkte. Außerdem werde ich weiterhin auf meine Kalorien achten und viel Sport machen. Für meinen Trip nach Israel Ende März sollen die kurzen Hose wieder passen. Ich bin top ausgerüstet für die Wandersaison 2017 und freue mich auf Wetter und Fitness! Bald gehts los! Ich fühle mich wohler als im Dezember (diese ganze Völlerei!) und weiß, dass die begonnenen Maßnahmen langsam aber stetig zum Erfolg führen: also dazu, dass ich mich wohler fühle!

Jeder, der erwägt sich für ein paar Wochen oder Tage vegan zu ernähren sollte das unbedingt testen. Dazu braucht man keine speziellen, teuren Lebensmittel. Mehr Hülsenfrüchte in den Speiseplan aufnehmen und ein paar Gerichte hinzunehmen wie Zucchininudeln, veganes Chili, Ofengemüse z.B. mit Couscous, Kürbissuppe, Nudeln mit Tomatensauce, indisches Curry und Thai Curry und asiatische Suppen…und schon isst man viel weniger Fleisch und Milch und Eier, da diese Dinge einfach nicht Bestandteil leckerer Gerichte sein müssen.

Und neue Dinge auszuprobieren ist immer spitze!